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 10/6/2010 11:29 PM
 

Am vergangenen Wochenende fand der 24h-Downhill in Semmering / Österreich statt. Bastian Jansink und Markus Bast vom Team NOX traten zusammen im 2er-Team an, verfehlten zwar knapp den Sieg, holten sich am Ende aber dennoch Platz 2.

Racereport von Markus Bast:

"Leider regnete es mal wieder... und zwar der schöne österreicherische Dauer-Landregen! Zum Glück war die Strecke technisch nicht sehr anspruchsvoll angelegt. Im ersten Teil ging es nur kurvig über Wiesen, im mittleren und unteren Teil der ca. 3 min 40 sek. langen Strecke wurde es durch Wurzeln, Sprünge und riesige Anlieger auf die Dauer schwieriger.

Gestartet wurde im Le Mans Stil - die Räder lagen ca. 200 m hinter einer Kuppe. Ich übernahm den Sprint und die ersten 2 Std. Dauerabfahrt. Aus Startplatz 30 machte ich im ersten Lauf Platz 4 Gesamt und Erster bei der 2-Mann-Teamwertung. Außerdem gab es noch die 6er, 4er und die Einzelstarter. Die ersten 6 Std. regnete es ununterbrochen und machte die Strecke zur Rutschpartie. Nach kurzer Zeit hatte Bastian den ersten Defekt - seine Bremsklötze lösten sich so schnell auf, wie Eis in der Sonne. Auch ich kam in den ersten Stunden nicht um den Defektteufel herum und hatte hinten Platten... leider kostet das in einem 2er-Team immer sehr viel Zeit. Aber wir schafften es 22 Std. in Führung zu bleiben - bis in den frühen Vormittag. Nachdem der mal aus 8 Minuten bestehende Vorsprung komplett zusammengeschmolzen war, versuchte ich in meinem 2 Std.-Turn alles wieder rauszuholen - leider riss dabei die Kette... dennoch konnte ich die gesamte Strecke den direkt hinter mir fahrenden Zweiten daran hindern mich zu überholen.

Leider war der Schaden aber größer als gedacht, die Kettenführung war verbogen - schnell wechselte ich zu meinem Freerider und nahm die Verfolgung auf. In der Zwischenzeit reparierte Jansink das Bike und ich wechselte nach 2 Abfahrten wieder zu meinem Downhiller. Mit Wut im Bauch holte ich wieder schnell auf, doch dann löste sich das Hinterrad während der Fahrt - die Maxle-Achse war gebrochen! Notdürftig am Streckenrand wieder zusammengebaut jagte ich nun noch schneller den Ersten der 2er-Teams hinterher - und schaffte es nach 4 Runden wieder aufzuschließen - eine halbe Stunde vor Abpfiff!

Mit Vollgas und ohne Rücksicht auf eigene Verluste schaffte ich es an den Führenden vorbeizukommen und nahm diesen in wenigen Abfahrten über 3 Minuten ab - und das, obwohl es mir bei der drittletzten Abfahrt auch noch den Schaltzug zerriss...

Leider reichte es wegen einem merkwürdigen Zählsystems der Veranstalter - bis Punkt 12 Uhr konnten die Fahrer in die Gondel einsteigen - dennoch nicht zum Sieg. Ganze 7 Sekunden machten am Ende die Entscheidung nach 24 Std. um Platz 1 aus... Alles kämpfen hatte nichts bewirkt - trotz 22-stündiger Führung wurden wir durch den Defektteufel am Ende "nur" Zweite.

Liebe Grüße
Euer Markus"

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